Am Morgen des 23.April 2021 um 3:30 Uhr, trat ein Meteor aus dem Lyridenstrom in die Erdatmosphäre ein. Mit einem außerordentlich hellen Lichtblitz endete seine Bahn auf dem Weg zur Erdoberfläche. Sehr bemerkenswert ist das über 15 Sekunden anhaltende Nachleuchten der Spur. Ursache hierfür ist die durch den Meteor ionisierte Luft die so zum leuchten angeregt wird.
Bild des Meteors vom 23.04.2021 um 3:30 Uhr (1:30 Standardzeit) rechts oben erkennt man das Himmels „W“ der Kassiopeia
Schmalbandfilter-Aufnahme des Adlernebels (Messier 16) zusammengesetzt aus 4-mal 600 Sekunden HAlpha6-mal 600 Sekunden SII sowie6-mal 600 Sekunden OIII. Die Bildbearbeitung erfolgte in PixInsight. Der Adlernebel ist von der Sonne etwa 7000 Lichtjahre entfernt. Er weist eine scheinbare Helligkeit von 6,4m auf. Der Adlernebel ist ein Emissionsnebel (Typ H II), aus dem sich ein offener Sternhaufen bildet. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff, welcher sich auf Grund der geringen Temperatur zu Wasserstoffmolekülen zusammenschließen konnte. Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen (kleine Struktur in der Mitte), die bis zu 9,5 Lichtjahre lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch Pillars of Creation (Säulen der Schöpfung) getauft wurden. Die Undurchsichtigkeit im Oberen Teil des Nebels kommt durch Silikat und Kohlenstoffpartikel zustande. Das mittlere Alter der Sterne liegt bei etwa 800.000 Jahren. Einige Sterne sind sehr jung, das Alter der jüngsten Sterne wird auf 50.000 Jahre geschätzt.
Leider ist das Wetter immer noch nicht so, dass man die Nacht am Teleskop verbringen kann. Also nutzt man die Zeit für die Bildbearbeitung. Hier zu sehen ist der Rosettennebel (NGC 2244) im Sternbild Einhorn. Es handelt sich hierbei um eine Aufnahme mit Schmalbandfiltern, welche die Emissionslinien von Schwefel (SII), Wasserstoff (H-alpha), und Sauerstoff (OIII) durchlassen, jedes andere Licht aber blockieren. Diese wurden dann den Farbkanälen Rot, Grün und Blau zugeordnet, so das sich die gleiche Farbpalette ergibt, wie sie das Hubble Teleskop verwendet. Insgesamt wurde jeder Farbkanal 40 Minuten belichtet. Damit ergibt sich eine Gesamtbelichtungszeit von zwei Stunden. NCG2244 ist mit einer Helligkeit von 6 mag ein verhältnismäßig helles Objekt und wäre unter einem dunklen Sternhimmel für den geübten Beobachter auch mit bloßem Auge sichtbar (zumindest die zugehörigen Sterne). Leider ist so ein Anblick in Europa aufgrund der immer weiter voranschreitenden Lichtverschmutzung nicht mehr möglich.
Rosettennebel
Jeweils 4 Aufnahmen a 10 Minuten Ha, SII, OIII. Bildbearbeitung in PixInsight
Hier ein kleiner Nachtrag zur Jupiter-Saturn-Konjunktion vom 21.12.2020. Leider bin ich erst heute dazu gekommen, die Aufnahmen zu sichten und zu bearbeiten.
So eng wie hier werden sich die beiden großen Planeten unseres Sonnensystems in den nächsten 800 Jahren nicht mehr begegnen. Mit bloßem Auge waren die beiden am Himmel kaum noch zu trennen.
Es wird vermutet, dass eine ähnliche Konjunktion der beiden Planeten vor etwas mehr als 2000 Jahren als Stern von Betlehem in die biblische Geschichte eingegangen ist.
Jupiter-Saturn-Konjunktion
Jupiter-Saturn-Konjunktion
Aufnahmedaten
Ort: El Sauce Observatory Chile Zeit: 22.12.2020 00:04:44 UT
Vor mehr als einer Milliarde Jahren in den Tiefen des Universums verfängt sich ein schwarzes Loch im Schwerefeld eines weiteren schwarzen Loches. Es beginnt ein kosmischer Kampf zwischen diesen galaktischen Ungeheuern, der in einer gewaltigen Explosion endet.
Verfolgen Sie den Start des Erdbeobachtungssatelliten Copernicus Sentinel-6 Michael Freilich am Samstag, den 21. November, ab 17.45 Uhr MEZ auf ESA Web TV.